Wladimir Putin zieht die Bilanz des G20-Gipfels in Hamburg

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Am Samstag ist das G20-Gipfeltreffen in Hamburg zu Ende gegangen. Nach den intensiven Gesprächen mit den Spitzenpolitikern aus aller Welt zog Russlands Präsident Wladimir Putin die Bilanz des zweitägigen Forums und beantwortete Fragen zur aktuellen Agenda.

Wladimir Putin bezeichnete das G20-Format als sehr nützlich. Es werde bestimmt eine große Rolle bei der Stabilisierung der internationalen Wirtschaft spielen. Deutschland habe es als G20-Vorsitzender alles andere als leicht gehabt, einen Kompromiss im Klimabereich nach dem Austritt der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Abkommen zu finden. Trotzdem könne man sagen, dass Angela Merkel dieses Problem gemeistert habe.

Im Hinblick auf die russisch-amerikanischen Beziehungen sagte der russische Staatschef, dass das gestrige Treffen mit seinem US-Amtskollegen konstruktiv verlaufen sei. Wenn sich der Dialog weiterhin so gestalten werde, dann werde es gute Chancen für eine Verbesserung des zwischenstaatlichen Verhältnisses geben.

Das Fernsehbild von Donald Trump weicht sehr stark von seiner realen Person ab. Er ist absolut konkret. Er nimmt seine Gesprächspartner adäquat wahr. Er analysiert und antwortet auf gestellte Fragen sehr schnell“, sagte Wladimir Putin.

Was den Donbass-Konflikt betrifft, so meinte Wladimir Putin, dass sowohl die Ukraine als auch Russland daran interessiert seien, ihre Zusammenarbeit, darunter auch im Wirtschaftsbereich auszubauen. Die Interessen des ukrainischen und russischen Volkes stimmen vollkommen überein. Gegen eine solche Kooperation sei nur die jetzige Regierung in Kiew, die momentan lediglich mit einer Ware erfolgreich handele – und zwar mit der Russophobie.

Der russische Präsident bezeichnete die russisch-amerikanische Vereinbarung über die Schaffung von Deeskalationszonen in Syrien als einen wahren Durchbruch in der Zusammenarbeit. Dabei habe man entsprechende Beratungen mit Jordanien, Israel und anderen Ländern der Region durchgeführt. Selbst die Diskussion über die Deeskalationszonen sei ein riesiger Schritt vorwärts.

Das Wichtigste ist es, die territoriale Integrität Syriens zu gewährleisten“, erklärte Wladimir Putin.

Auf die Frage einer Korrespondentin, ob sich Russland in die Bundestagswahlen im September einmischen werde, sagte Russlands Staatschef, dass es gar nicht nötig sei. Man habe gemeinsame Interessen und Projekte, zum Beispiel die im Bau befindliche Erdgas-Pipeline Nord Stream 2.

Wozu brauchen wir hier irgendwelche Probleme zu schaffen? Wir haben gutfrendschaftliche Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland. Sie ist unser größter handelswirtschaftlicher Partner in Europa und einer unserer führenden Wirtschaftsparnter weltweit“, präzisierte der russische Präsident.

Wladimir Putin zufolge sei genau das Gegenteil der Fall: Der Westen versuche immer wieder, die inneren Angelegenheiten Russlands zu beeinflussen.

Wladimir Putin sprach sich auch für einen fairen Wettbewerb am europäischen Gasmarkt aus. Deswegen begrüße er mögliche Flüssiggaslieferungen aus den USA nach Europa.

Wenn das ein offener fairer Wettbewerb sein wird, so wird das uns freilich passen“, sagte der russische Staatschef.

Ihm zufolge habe Russland den absoluten Wettbewerbsvorteil, was den Preis der Lieferungen betrifft.

Das ordentliche Gipfeltreffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer fand vom 7. bis zum 8. Juli in Hamburg statt. Neben der Stabilisierung der Weltwirtschaft beschäftigten sich die Spitzenpolitiker aus der ganzen Welt mit auch solchen globalen Herausforderungen wie geopolitische Konflikte, Terrorismus, Migration, Hunger, Klimawandel, Gesundheit, aber auch Digitalisierung.

Im Vorfeld der zweitägigen Veranstaltung hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Kollegen und Partner zum Zusammenhalt aufgerufen: „Gemeinsam können wir mehr erreichen als alleine.“ Das gemeinsame Ziel der G20 sei es, die globalen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Durch nationale Alleingänge, Abschottung und Protektionismus könne man dieses Ziel nicht erreichen.

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