High noon in Washington

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In London dürften die Buchmacher Wetten annehmen. Wetten darauf, ob am nächsten Morgen die Sonne aufgeht oder Donald Trump noch Präsident seines Heimatlandes ist.

Wenn Hillary Clinton oder John McCain amerikanische Präsidentin oder Präsident sein würden, könnte man getrost darauf wetten, dass am nächsten Morgen die Sonne nicht aufgehen würde, weil wir uns im Atomkrieg befinden würden. Mit Donald Trump ist zwar eine Menge los, aber mit ihm haben wir wenigstens eine Chance.
In Washington ist der Selbstzerstörungsmodus eingeschaltet.

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Die Wahl von Herrn Präsidenten Trump hat der Welt ein „Aha-Erlebnis“ beschert und den vorhandenen Staats- und Regierungschefs die seltene Gelegenheit, am lebenden Objekt festzustellen, wie man fertiggemacht wird und wie die Riemen auf Krieg umgelegt werden.

Das hat beileibe als amerikanische Vorgehensweise gegen Spitzenpersönlichkeiten anderer Staaten und das „Vogelfrei-Schalten“ fremder Gesellschaften nicht mit Kaiser Wilhelm II. angefangen. Zunächst hatte man innenpolitisch oder in Havanna trainiert. Der letzte, der so aufs Korn genommen worden ist, war der russische Präsident Putin. Es schien vor gut drei Jahren nur eine Frage der Zeit zu sein, die Schrauben weiter anzuziehen.
Man hat global überzogen und richtet sich jetzt gegen sich selbst.

Um die Dimension dessen, was derzeit in Amerika abläuft beurteilen zu können, muss man CNN und BBC im Dauerbetrieb einschalten. Das Staccato der Vorwurfs-Schleudern kannte man bislang nur gegen Präsident Milosevic oder Saddam Hussein. Das richtet sich jetzt gegen den eigenen Präsidenten, der die Chuzpe hat, sich nicht fertigmachen zu lassen. Noch nicht, auch wenn die Einschläge sich schon verdächtig nahe vernehmen lassen.

Herr Trump muss entweder eine ungeahnte Fähigkeit haben, Dinge hinzunehmen oder die Unterstützungslinien in den USA beschränken sich nicht auf Herrn Shannon und andere. Oder beides. Dem entsprechen die Beurteilungen zum Zeitpunkt der Wahl. Seinerzeit scheint wohl alles bis zu einem Bürgerkrieg durchgespielt worden zu sein. Der schien an zwei Klippen nicht vorbei zu kommen: der hohe Bewaffnungsgrad der amerikanischen Bevölkerung und der Einschätzung, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht aufeinander schießen würden. Die Dimension des Risses, der durch die USA geht, wird in dem von der Presse wiedergegebenen Magnaten-Treffen wenige Tage nach der Wahl unter Beisitz von Herrn Soros deutlich. Hat man in Kiew und anderswo farbig revolutioniert, um die perfektionierten Fähigkeiten im eigenen Land umzusetzen?
Die Schrauben der Skandalisierung drehen sich immer schneller.

Die richtig schweren Schläge kommen aus London. Das muß jeder Betrachter feststellen. Es ging über nachrichtendienstliche Schienen, die London als Knotenpunkt hatten, gegen den frisch gewählten Präsidenten Donald Trump los. Das waren Schmutzkübel der besonderen Art, die kein Normalo überlebt haben würde. Sie reichten in USA dazu, ein Verschwörungsklima herzustellen, in dem der Böse von vornherein feststand. Das ist eigentlich kein Wunder, denn die amerikanische Ansicht, die Welt würde ohnehin nach der amerikanischen Pfeife tanzen, wird nun einmal herausgefordert. Mehr spielerisch heutzutage sogar in Berlin, aber ernsthaft in Moskau.

Das alles findet in einer „Entfremdungs-Orgie“ statt, denn Moskau spielt nach den international akzeptierten Regeln, während die USA in den letzten Jahrzehnten versuchten, eine „globale lex americana“ zu etablieren. In diesem Punkt setzt die parteiübergreifende Establishment-Politmafia in Washington gegen Präsident Trump an. Sie sehen ihre Kriegs-Felle den Bach runter gehen, wenn Trump anfangen sollte, nach den völkerrechtlich akzeptierenden Regeln vorzugehen. Etwas anderes kann man sich gegenüber Berlin zwar immer, gegenüber Moskau aber in keinem Fall vorstellen.

 

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