Putin schuldet US-Kongress Dankeschön für Sanktionen – Forbes

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Die wirtschaftliche und strategische Annäherung zwischen Russland und dem Iran ist laut Forbes-Kolumnist Wade Shepard ein leuchtendes Beispiel dafür, wie die Sanktionen des Kongresses sich im Endeffekt gegen die USA selbst richten.

Da Moskau und Teheran wegen der restriktiven Maßnahmen der amerikanischen Gesetzgeber nun in einem Boot sitzen würden, so der Journalist, bleibt ihnen nichts weiter übrig, als ihre Zusammenarbeit aktiv zu entwickeln. So schlossen die beiden Länder jüngst einen Deal über die gemeinsame Herstellung von Pkw im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar.

Davor hatten sie Vereinbarungen auch in anderen Bereichen unterzeichnet. Der Iran kauft russische Militärtechnik, darunter Hubschrauber vom Typ Mi-8 sowie verschiedene Raketensysteme, erinnert Shepard.

Auch russische Öl- und Gaskonzerne sind im Iran aktiv. Erst im Juni bekam „Gazprom“ einen Vertrag für die Erschließung des Gasvorkommens Farzad B.

Der Warenumsatz zwischen Moskau und Teheran habe sich im Jahr 2016 verdoppelt, so der Kolumnist. Nach Forbes-Prognosen kann dieser in kurzer Zeit gar zehn Milliarden Dollar übersteigen, während noch 2014 der Warenumsatz zwischen den beiden Ländern nur 1,68 Milliarden Dollar betrug.

Die US-Firmen können sich dabei jedoch nur noch zwei Kooperationsbereiche mit dem Iran leisten – persische Teppiche und kommerzielle Flugzeuge, betont Shepard. Wegen ihrer eigenen Sanktionen könnten die USA keinen „Bissen vom Kuchen“ der sich rapide entwickelnden Islamischen Republik ergattern.

 

Washington habe zudem einen großen Einfluss auf die Tätigkeit einiger europäischer Unternehmen im Iran. So könnten der französische Öl- und Gasversorger Total sowie einige weitere westliche Firmen einigen Berichten zufolge keinen Zugang zum iranischen Markt ohne die entsprechende Erlaubnis von den USA bekommen. Auch deswegen stünden Russland hier zahlreiche Perspektiven und Möglichkeiten offen.

In unserem Zeitalter von internationalem Handel und Investitionen bekämen die Länder die Druckhebel und die Möglichkeit, mithilfe von wirtschaftlichen Aktivitäten und gemeinsamen Projekten sich gegenseitig zu beeinflussen.

„Diejenigen, die Sanktionen verhängen, setzen sich faktisch außer Gefecht und legen ihren Rivalen alle Möglichkeiten auf den Tisch, um sich zusätzlich zu bereichern und an Fahrt zu gewinnen. China weiß das; Russland weiß das. Putin schuldet dem US-Kongress vielleicht ein Dankeschön“, resümiert Shepard.

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