Ist Trump der, der er vorgibt zu sein?

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Die augenblickliche Washingtoner Kraftmeierei gegen Moskau und den Rest der nichtamerikanisierten Welt muß als böse Rückerinnerung an den Kalten Krieg angesehen werden, da gebe ich Wimmer recht.

Was aber, wenn Trump in diesem Spiel nur der vorgeschobene Bajazzo ist, der als Volkstribun auftritt und als Erneuerer des „american dream“, in Wirklichkeit aber nur den Darsteller einer perfiden Aktion gibt? Ist das neue westatlantische Spiel eine doppelbödige Werbestrategie, hinter der sich nur das altbekannte „und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“ versteckt und die nichts mit Friedenserhaltung und Friedensausbau zu tun hat? Allein die UN-Charta verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zum bedingslosen Verzicht auf Gewaltanwendung jeglicher Art. Wurde und wird sie denn eingehalten?

Die planetare Logik erforderte 2017 eigentlich ein anderes Vorgehen, der alte Kampf Landmacht gegen Seemacht sollte angesichts der auf Friede-Freude-Eierkuchen-Konferenzen beschworenen Globalisierung der Vergangenheit angehören. Globalisierung muß dann eben auch heißen: Abschaffung des Krieges schlechthin, weil die Erde für solcherlei Abenteuer zu eng geworden ist. Und haben denn die alten Kapitalisten nicht längst erreicht, was sie wollten – die allgemeine Einführung der Marktwirtschaft und des ungehinderten Handels? Ist China denn nicht seit Jahrzehnten ein verläßlicher Teilnehmer des Wirtschaftslebens geworden, hat Rußland denn 1990 nicht die Kehrtwende gemacht, die man sich bei den 2+4-Gesprächen gegenseitig händeschüttelnd versprach? Warum lassen also die in den US hinter der Kulisse des Weißen Hauses agierenden Kreise nicht zu, daß jedes Land innerhalb dieses längst weltweiten Wirtschaftssystems seinen eigenen Weg gehen darf? Warum also diese Irak-, Libyen-, Syrien- und Ukraine-Abenteuer? Es riecht tatsächlich, wie Wimmer es sagt, nach dem rauchenden Colt, mit Hilfe dessen man seine Weidegrenzeun erneut erweitern will, weil man sich nicht mit dem hausgemachten Wohlstand und seinen hausgemachten Geldkrisen zufriedengeben will, sondern die Ausländer dieser Welt dafür bezahlen lassen will, indem man eben diese hausgemachten Schwächen mit der faktischen Unterwerfung neuer Gebiete als Rohstoffquellen und Konsumentenzielgebiete kompensieren will. Die Not mit dem Dollar ist seit Anbeginn ein Grundübel der Dollarnote, er ist heute nur noch bedrucktes Papier und die Wohlstandsamerikaner hinter den Condominiumsmauern leben inzwischen in geborgtem Wohlstand. Mit erneutem Krieg würde man das Dollarproblem weiter vor sich herschieben. Es muß auf andere Art gelöst werden.

Fazit: Was da abläuft, ist Anachronismus, das paßt ins 18. und 19.Jahrhundert, das ist Imperiums- und Feldzugdenken. Wenn Mr. President also nicht selbst ein Fake ist, dann bitte soll er denen, die es hören müssen, jetzt sagen: STOP! Es reicht.

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